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Glossar: N-Q

Napoleon Bonaparte

Napoleon I., Kaiser der Franzosen 1804-1814/15, * 15. 8. 1769 Ajaccio, Korsika, † 5. 5. 1821 Longwood, St. Helena. 1802 zum Konsul auf Lebenszeit gewählt, krönte sich Napoleon am 2. 12. 1804 zum erblichen "Kaiser der Franzosen”. Sein Anspruch auf Hegemonie in Europa und seine weltpolitischen Pläne führten seit 1803 zu immer neuen Kriegen mit den europäischen Mächten (Napoleonische Kriege). Das Scheitern des Russlandfeldzugs 1812 wurde zum Wendepunkt der napoleonischen Herrschaft. In den Befreiungskriegen erlag Napoleon der übermächtigen Koalition England-Russland-Österreich-Preußen-Schweden (Völkerschlacht bei Leipzig 16.-19. 10. 1813). Der Fall von Paris (31. 3. 1814), die Absetzung durch den Senat (2. 4.), die Abdankung Napoleons (6. 4.) und seine Verbannung nach Elba waren das unabwendbare Ende des Ringens. Die Episode der Hundert Tage nach der Rückkehr Napoleons von Elba (1. 3. 1815) endete mit seiner Niederlage in der Schlacht von Waterloo (18. 6.) und seiner Verbannung auf Lebenszeit auf St. Helena, wo er starb. Er wurde 1840 im Pariser Invalidendom beigesetzt.

Nationalsozialismus

Die Weltanschauung der maßgebend durch Adolf Hitler begründeten und organisierten Bewegung (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, Abkürzung NSDAP), die von 1920 bis 1932 in steigendem Maß Einfluss gewann, seit 1930 eine starke Partei war, von 1933 bis 1945 die Politik Deutschlands bestimmte und 1945 durch den Zusammenbruch des Deutschen Reichs ihr Ende fand.

NATO

Abkürzung für englisch North Atlantic Treaty Organization, Nordatlantik-Pakt, am 4. 4. 1949 von Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Island, Italien, Kanada, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, Portugal und den USA unterzeichnetes kollektives Verteidigungsbündnis, dem Griechenland und die Türkei 1952 beitraten, die Bundesrepublik Deutschland 1955, Spanien 1982, Polen, die Tschechische Republik und Ungarn 1999.
Die NATO entstand unter dem Eindruck einer zunehmenden politischen und militärischen Bedrohung der westlichen Staaten, insbesondere der kriegsgeschwächten und politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich teilweise instabilen europäischen Mächte einschließlich der nur durch Besatzungstruppen geschützten Bundesrepublik Deutschland, deren feste Bindung an die westlichen Staaten später zu einem wichtigen Nebenzweck der NATO wurde. Die NATO war der Erste in einem System von Pakten der USA gegen die UdSSR und den Kommunismus, beinhaltete aber als Einziger eine automatische Beistandspflicht der USA wie aller anderen Mitglieder. Als Bündnisfall gilt der Angriff auf ein Mitglied oder dessen Streitkräfte im nordatlantischen Raum ausschließlich überseeischer Gebiete. Das Bündnis wurde auf unbestimmte Dauer abgeschlossen; seit 1969 kann jedes Mitglied mit einjähriger Kündigungsfrist austreten.

Neuzeit

In der Geschichtswissenschaft im Allgemeinen die Zeit seit 1500. Als bestimmend für den Beginn dieser neuen Zeitepoche galten: die Eroberung Konstantinopels durch die Türken 1453, die Entdeckung Amerikas 1492, die Entstehung der europäischen Nationalstaaten, das Aufkommen von Renaissance, Humanismus und Reformation, die Anfänge wissenschaftlichen Denkens. Das Jahr 1789 (Französische Revolution) gilt allgemein als neuer Einschnitt (Neuere oder Neueste Zeit).

NSDAP

Abkürzung für Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei.

Nopolis

www.nopolis.de ist der Internetauftritt von Heiko Nostadt, einer der Autoren dieser Seite. Neben politischer Bildung widmet sich nopolis dem neuen Projekt: "Ein Junge namens Friedrich Schiller", einem Kinder- und Jugendbuch, das auch Junggebliebenen den großen Schriftsteller näher bringt.

Ökologie

Wissenschaft von den Beziehungen der Lebewesen zu ihrer Umwelt.

Oligarchie

(griechisch: die "Herrschaft weniger”) Die Macht wird nicht im Gemein-, sondern im Gruppeninteresse ausgeübt. Der Begriff Oligarchie wird heute zur Kennzeichnung der Herrschaft von Gruppen und Cliquen in größeren Organisationen (Verbände, politische Parteien, Bürokratie) verwendet

Opposition

(lateinisch: opponere: sich entgegenstellen) Im Parlament diejenige politische Kraft, die der von der Parlamentsmehrheit gestützten Regierung widerspricht und deren Konzepten eigene Entwürfe entgegenstellen. Die Opposition ist im parlamentarischen System Garant für das Funktionieren der Demokratie.

Organ

Gruppe oder Einzelpersonen, die für den Staat als eine öffentliche Körperschaft (z. B. Gemeinde) oder private Organisation schriftlich festgelegte Aufgaben übernehmen und ausführen.

Organisation

In der Politik eine Gruppe oder ein Verband mit politischen Zielen (z. B. Partei, Gewerkschaft).

Parlament

Volksvertretung (Bundestag, Landtag) deren Aufgabe ist, den politischen Willen der Wähler zu vertreten.

parlamentarische Monarchie

Monarchie, welche durch ein Parlament mit gewählter Volksvertretung in seiner Herrschaft eingeschränkt ist.

Partei

Zusammenschluss von Personen zur Durchsetzung von Interessen und Ideen durch Einnahmen von Positionen in politischen Organen.

Partizipation

Beteiligung und Mitwirkung von Bürgern an politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen.

Petition

Eingabe an ein staatliches Organ mit der Bitte um Berücksichtigung bestimmter Wünsche oder Beschwerden.

Platon

griechischer Philosoph, * 427 v. Chr. Athen, † 347 v. Chr. Athen; aus vornehmer Familie, unter dem Einfluss des Sokrates. 387 gründete Platon in Athen eine eigene Schule (Akademie). Neben der Pflege der Wissenschaft im weitesten Sinn ging es ihm auch um eine Reform des politischen Denkens. Platons Hauptwerk in politischer Sicht ist "Der Staat", in dem er den idealen Staat unter der Führung von Philosophen beschreibt.

Plenum

Vollversammlung eines Gremiums.

Pluralismus

(lateinisch: plures: mehrere) Vielfalt. In der politischen Theorie Bezeichnung für eine Vielzahl von Interessen und vom Staat unabhängige Interessenorganisationen / Parteien, deren Artikulation und freie Betätigung anerkannt wird.

Polis

(griechisch: "Stadtstaat”), seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. die Organisationsform des antiken Stadtstaats, die das gesamte öffentliche Leben umfasste. Der Höhepunkt der Polis-Bildung lag im 5. Jahrhundert v. Chr. Als Vorbild der Polis galt Athen. Kennzeichnend war das Streben nach politischer Autonomie, demokratischer Verfassung und wirtschaftlicher Autarkie.

Präsident

Vorsitzender eines Gremiums oder einer Institution.
Prinzipat
[das, auch der; lateinisch principatus], die Alleinherrschaft der römischen Kaiser seit Augustus.

Platon

griechischer Philosoph, * 427 v. Chr. Athen, † 347 v. Chr. Athen; aus vornehmer Familie, unter dem Einfluss des Sokrates. 387 gründete Platon in Athen eine eigene Schule (Akademie). Neben der Pflege der Wissenschaft im weitesten Sinn ging es ihm auch um eine Reform des politischen Denkens. Platons Hauptwerk in politischer Sicht ist "Der Staat", in dem er den idealen Staat unter der Führung von Philosophen beschreibt.

Prinzipat

[das, auch der; lateinisch principatus], die Alleinherrschaft der römischen Kaiser seit Augustus.