Glossar: C-E
Cäsar
lateinisch Caesar, Gaius Iulius, römischer Feldherr, Staatsmann und Schriftsteller, * 13. 7. 100 v. Chr., † 15. 3. (an den Iden des März) 44 v. Chr. Rom (ermordet); Mitglied des 1. Triumvirates und Eroberer Galliens im Gallischen Krieg. Cäsar beschleunigte den Prozess, welcher das Römische Reich zu einem Imperium machte.
Cicero
Marcus Tullius, römischer Staatsmann, * 3. 1. 106 v. Chr., † 7. 12. 43 v. Chr.; glänzender Redner, Politiker, Schriftsteller, Philosoph, der seinem Ideal des freien Staates bis zum Tod treu geblieben ist; in jungen Jahren schon einer der erfolgreichsten Anwälte Roms. 75 v. Chr. Quaestor, 69 v. Chr. Aedil, 66 v. Chr. Praetor und 63 v. Chr. Konsul des Römischen Reiches.
Debatte
Die Aussprache im Parlament vor der Abstimmung.
Delegierter
Beauftragter, Abgeordneter. In den politischen Parteien und Interessensverbänden wählen die Parteimitglieder Delegierte für die Vertreterversammlungen.
Demokratie
Eine Herrschaftsform, deren wichtigsten Säulen Volkssouveränität, Freiheit und Gleichheit sind.
Deutscher Bund
Der 1815-1866 bestehende lockere Staatenbund zwischen 35 (zuletzt 31) monarchischen Staaten und 4 Freien Städten mit 630 100 km2 und 29,2 Mio. Einwohner, der an die Stelle des 1806 aufgelösten Hl. Römischen Reichs Deutscher Nation trat. Einziges Organ war die Bundesversammlung (auch Bundestag) in Frankfurt am Main.
Diäten
Finanzielle Entschädigung von Parlamentabgeordneten zur Sicherung ihrer Unabhängigkeit.
Diktatur
Als Staats(Regierungs-, Herrschafts-) form die Zusammenfassung der politischen Gewalt in einer Hand unter Ausschaltung verfassungsrechtlicher oder gewohnheitsrechtlicher Schranken. Die Diktatur kann durch einen Einzelnen (Diktator; Führerstaat), eine Familie (Familiendiktatur), durch eine Gruppe (z. B. moderne Parteidiktatur), durch die Inhaber der militärischen Macht (Militärdiktatur) oder eine Gesellschaftsklasse (Klassendiktatur) ausgeübt werden. Viele politische Wissenschaftler unterscheiden zwischen verfassungsmäßiger (konstitutioneller) und verfassungswidriger (uneingeschränkter, antikonstitutioneller) Diktatur.
Diktatur des Proletariats
Die von Marx und Engels im Kommunistischen Manifest (1848) geforderte Form der revolutionären Durchsetzung der sozialistischen Ziele. Die Diktatur des Proletariats soll den Zerfall der bürgerlichen Gesellschaft und die klassenlose Gesellschaft herbeiführen. Damit wird der Staat der Übergangszeit zum Privilegienstaat mit umgekehrten Vorzeichen; dem entspricht die Kennzeichnung als "Staat der Arbeiter und Bauern” in kommunistischen Ländern.
Direkte Demokratie
Unmittelbare Herrschaft des Volkes, das heißt unmittelbare Umsetzung des politischen Willens der wahlberechtigten Bürger in politischen Entscheidungen (Gegensatz: Repräsentative Demokratie). Moderne Formen direkter Demokratie in Form von Bürgerentscheid, Volksbegehren und Volksentscheid.
Drittes Reich
Viel gebrauchte Bezeichnung für den nationalsozialistischen deutschen Staat 1933-1945 (als Nachfolger des Heiligen Römischen Reichs und des Bismarck-Reichs).
Ebert
Friedrich, deutscher Politiker (SPD), * 4. 2. 1871 Heidelberg, † 28. 2. 1925 Berlin; Am 11. 2. 1919 wählte ihn die Weimarer Nationalversammlung zum Reichspräsidenten. Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Tode.
Engels
Friedrich, deutscher Politiker und sozialistischer Theoretiker, * 28. 11. 1820 (Wuppertal-) Barmen, † 5. 8. 1895 London. Erarbeitete zusammen mit Karl Marx bedeutende sozialistische Werke wie "Das Kapital" oder "das kommunistische Manifest".
Erhard
Ludwig, Politiker (CDU), * 4. 2. 1897 Fürth, Bayern, † 5. 5. 1977 Bonn; Volkswirt; am 16. 10. 1963 als Nachfolger Adenauers (gegen dessen Willen) zum Bundeskanzler gewählt. Der rasche wirtschaftliche Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland ("Wirtschaftswunder”) gilt vielen als Verdienst Erhards und seiner sozialen Marktwirtschaft. Exekutive (Ausführende / Vollziehende Gewalt)
Der Teil der Staatsgewalt (Regierung), der die Gesetze und Beschlüsse vollstreckt und ausführt.
Extremismus
Rücksichtslose und kompromisslose (politische) Haltung, sowohl in der Wahl der Ziele als auch der Mittel.

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